Verlass Dich Drauf

Mein Leben ist bitter und schmeckt wie ein Stein,

und ich möchte nicht länger im Käfig sein.

Mein Käfig aus Ohnmacht und wilder Wut,

mein Dämon knurrt und nimmt mir den Mut.

Und war ich einst mutig, ich kann mich erinnern,

ich sitz‘ hinter Stäben; wer hört mich wimmern?

Da kommst Du zu mir, reichst Liebe hinein,

und Du sagst mir, diese Liebe sei mein.

Ich fasse sie an und kann es kaum glauben,

doch mein Dämon, er kann sie mir diesmal nicht rauben.

Ich halte sie fest und flüstere: NEIN!

Du Dämon wirst nicht länger größer sein:

Verlass Dich Drauf!

 Der Käfig, der mir das Leben nahm,

liegt verlassen und mir wird’s wieder warm.

Ich stehe und fühle, ich bin endlich draußen,

und schließe tapfer die Türe von außen.

Meine Schritte sind zaghaft, doch ich sehe den Tisch,

und er ist mir bereitet reichlich und frisch.

Er spricht zu mir: Komm! Fühle die Fülle und greife zu,

denn zugreifen – mein Freund* – das kannst nur du!

Du bist der Herr im eigenen Haus,

ich biete dir alles, komm such dir was aus.

Dein Dämon mag da sein und du magst ihn hören,

doch bei der Fülle des Lebens, da darf er nicht stören.

Und kennst du ihn einst und fletscht er die Zähne,

dann rufst du ihm zu: Ich werde dich zähmen!

Und sei es, Dämon, du schaffst es und der Käfig geht auf,

dann werde ich kämpfen:

Verlass Dich Drauf!