Auf der Trockenmauer im Garten huschten und wuselten Zauneidechsen.
So konnte ich zeitweise im Gelände von ca. 6 Ar gleich mehrere Männchen, Weibchen und Jungtiere beobachten. Von Mai bis längstens Anfang September bestand die größte Chance die flinken Echsen vor Augen zu bekommen. Sich sonnend, sich paarend und auf Beutejagd, all diese Eindrücke haben mich fasziniert.
Morgen- und Abendsonne tanken die Tiere gerne, verkriechen sich aber bei schlechtem Wetter und zu großer Hitze. Zum Nahrungsspektrum zählen vor allem Insekten und Regenwürmer. Auch junge Nacktschnecken sind ein beliebter Happen. Sie trinken von Tau- und Regentropfen.

Leider hat sich die Population stark vermindert, was mich dazu veranlasst hat, Eidechsenburgen und versteckte Sonnenplätze anzulegen, die ihren natürlichen Feinden schlecht zugänglich sind.
Greifvögel, Elstern, Amseln, Marder, Füchse und Igel dürfte es somit schwerer fallen, eine leichte Beute zu schnappen. Aber auch die Eier sind im ewigen Spiel von fressen und gefressen werden immer in Gefahr von Maulwurfsgrillen oder Laufkäfern vervespert zu werden. Aber auch der Mensch und dessen Hunger nach expansivem Land- und Häuserbau trägt seinen Anteil, vermutlich nicht in geringem Maße. Welche Bedeutung streunende Hauskatzen haben, insbesondere dann, wenn von den umliegenden sechs bis acht Nachbarn pro Haushalt zwei Stubentiger gehalten werden, mag an dieser Stelle nicht in der Tiefe diskutiert werden. Empirische Untersuchungen dürfte es zu diesem Thema nicht geben und so bleibt diese Frage sicher im Bereich der subjektiven Sichtweise stocken.
Welcher Fressfeind an jenem Morgen im Sommer das Weibchen seitlich aufgeschlitzt hatte, wer vermag das zu sagen? Ihr Männchen versuchte verzweifelt es in ein sicheres Versteck zu ziehen. Ein Drama, das die Natur vorhält und doch erschreckend anzuschauen. Zumal die Eier des Paares aus ihrem Leib quollen.
Die Zauneidechse steht in der BRD auf der Roten Liste!
Einmal mehr eine Erinnerung auch an die Vergänglichkeit des Menschen, dessen Auftrag es ist, diese Welt zu schützen und zu pflegen. Nicht zuletzt für die nachfolgenden Generationen aller Lebewesen!
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