Biene des Jahres 2018

Ursprünglich im westlichen Mittelmeerraum verbreitet, hat sich die gelbbindige Furchenbiene. (Das Foto zeigt einen Drohn) im 20 Jhd. über Süddeutschland immer weiter nach Norden verbreitet.

Somit profitiert sie vom beständig sich erwärmenden Klima, das für trockne und warme Habitate auch in nördlichen und ehemals kühleren Regionen sorgt.

 

Hervorzuheben ist die Brutvorsorge, die sich von den andren charakteristischen Solitärbienen abhebt. Dort versorgt jedes Weibchen jeweils allein ein Nest. Bei der Gelbbindigen Furchenbiene  aber betreiben gleich mehrere Weibchen ein Teamwork auf Zeit.

DSC00660 (2)Einige begattete Weibchen verbringen den Winter in ihrem Geburtsnest. Im Frühjahr dann bilden die Weibchen eine Gemeinschaft, in der die größte Biene die Aufgaben einer Königin übernimm. Sie bleibt im Erdnest und legt die Eier, während die übrigen Weibchen Pollen und Nektar sammeln, die als Vorräte für die Brutzellen dienen. Die Königin legt in jeder Zelle ein Ei ab und bewacht das Nest, während die übrigen Bienen, mit den Aufgaben gewöhnlicher  Arbeiterinnen für Nahrung sorgen.

Mit der Teamarbeit aber ist es vorbei wenn – kurz bevor ihr Nachwuchs schlüpft – die Königin alle anderen Weibchen vertreibt.

Die graben sodann selbst Gänge in die Erde oder nisten sich in den Höhlen anderer Arten ein. Dort ziehen sie selbst ihren eigenen Nachwuchs heran.