Kornfeldergold – Konfession

Kornfeldergold, wogende Ähren,

Halme mit satter Frucht.

Blicke in weite Ferne

und Blicke zu DIR zurück.

Wir lachten, wir weinten,

die Ähren und ich

und spürten als Wachstum dem Saatkörnchen wich.

DU gabst uns den Boden,

das Wasser, den Wein.

Wir standen zusammen und manchmal allein.

Wir möchten DIR danken,

die Ähren und ich.

Wir sind satt und wir verehren DICH.

In Stunden des Sturms,

voll Mühsal und Zwang.

Da wurde uns dunkel und furchtsam und bang.

Und DU bist gekommen und hieltest uns fest,

DU hieltest mit Händen ein schützendes Nest.

Jetzt sind wir müde und ruhen uns aus,

wir wissen dort vorn‘ liegt DEIN schützendes Haus.

Es ist ein Moment von erfrischender Ruh,

wir vertrauen und DU machst uns die Türe nicht zu.

Ich stehe geknickt, mit Ähren zu Hauf,

die sagten zu mir: Wir brechen nun auf.

DU bist das Leben, die Wahrheit, das Licht,

das offene Tor, die Wärme, das Nicht.

Mein Gott, DU bist treu, Du lädst uns ein.

Ein Halm wollte mit mir und mit DIR sein.

Warum, fragte er, warum bleibst du steh’n,

lass uns zusammen nach Hause geh’n:

Unser Gott freut sich auf dich!

Amen

 

                                       Frank Cornelius 7.2015